Gehen wir mal von diesem Ausgangspunkt aus: Niemand ist gerne allein. Doch natürlich ist diese Behauptung häufig zu pauschal, denn während die einen sich nach einer Beziehung sehnen und den Single-Status liebend gerne ad acta legen würden, finden andere wiederum Gefallen daran, für einen temporär begrenzten Zeitraum eine Begleitung zu haben. Im wirklichen Leben hätte indes ein Partner keinen Platz. Die Parallele, die beide Varianten eint, ist das Internet, denn eben dort finden sich Flirtpartner ebenso wie eine nette Abendbegleitung. Für wen welche Form geeignet ist, soll dieser Beitrag zeigen.


Dass dieses junge Pärchen verliebt ist, zeigt sich deutlich. Wo sie sich kennengelernt haben, ist jedoch das Geheimnis der beiden.

Singles sind die wohl häufigste Spezies
Singlehaushalte gehören zu den häufigsten Haushaltstypen in Deutschland, verkündet das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung. Dort heißt es: „Der Anteil der Singlehaushalte in Deutschland liegt bei 37,2 Prozent; damit leben 17,1 Prozent der Bevölkerung allein. Von diesen 13,4 Millionen Personen sind nur 17,6 Prozent jünger als 30 Jahre. 42,0 Prozent von ihnen leben in Großstädten mit mindestens 100 000 Einwohnern.“ Wer von diesem Teil der Bevölkerung gerne Single ist oder wer sich nach einem Partner sehnt, ist meist nicht eineindeutig bestimmbar. Die Grauzone ist hier fließend, denn nicht alle geben zu, dass sie sich eigentlich eine Partnerschaft wünschen, aber Mr. oder Mrs. Right einfach noch nicht gefunden haben.

Hieran zeigt sich schon die erste Unterscheidung:

  • Wer Mr. oder Mrs. Right finden möchte, kann sein Glück online versuchen, denn Flirt- und Dating-Portale sind längst gesellschaftsfähig geworden. Was dabei bei der Partnersuche zu beachten ist, zeigt dieser Ratgeber.
  • Wer eine Begleitung sucht, um gemeinsam Konzerte oder Theateraufführungen zu besuchen, abends Essen zu gehen, eine fremde Stadt zu erkunden oder mal ein paar intime Stunden zu verbringen, sollte auf einen Begleitservice setzen.


Auch dieses Paar könnte ein Liebespaar sein - oder sie haben sich über einen Begleitservice kennengelernt.

Der regionale Faktor. Umziehen für die Liebe?
Zu Beginn von Online-Dating-Plattformen gab es zunächst ein eklatantes Problem: Die Regionalität war per se nicht gegeben (wie dies beispielsweise heute bei „Fischkopf“ der Fall ist) und Suchfilter, die den User den Bewerberkreis einschränken ließen, waren rar. Das Resultat: Wer sich online verliebt hat, der musste für die Liebe schon mal umziehen. Dass das nicht immer glückt, zeigen zahlreiche Erfahrungsberichte, denn der Sprung von einer Fernbeziehung in eine gemeinsame Wohnung kann mitunter ganz schön herausfordernd sein. Zudem gibt es das Problem, dass häufig nur einer seine gewohnte Heimat für die Liebe aufgegeben hat. Wenn dann mal das Heimweh aufkommt, ist der Streit vorprogrammiert.

Für die beiden unterschiedlichen Herangehensweisen heißt das:

  • Flirtportale sollten nach Möglichkeit so ausgewählt werden, dass der Traumtyp oder die Traumfrau auch greifbar sind. Sicherlich gibt es auch Lovestorys mit Happy End, wenn die Liebenden aus ganz unterschiedlichen Bundesländern kommen, aber das Risiko eines Scheiterns ist tendenzielle höher.
  • Denjenigen, die eine Begleitung für einen temporär begrenzten Zeitraum suchen, bieten sich ausnahmslos Begleitservices mit regionalen Schwerpunkten – etwa für die Stadt Köln – an.

Und die Finanzen? Beide Optionen können Geld kosten
Bei der Wahl der passenden Dating-Plattform gibt es meist freie Nutzungsmöglichkeiten sowie solche, die kostenpflichtig sind. Der Unterschied liegt dabei in der Regel im eigenen Aktionsradius. Wer nichts für seine Mitgliedschaft in einem Flirtportal bezahlt, der muss bei einigen Anbietern darauf warten, vom anderen Geschlecht kontaktiert zu werden. Je nachdem, wie intensiv die Partnersuche vorangetrieben werden soll, setzen hauptsächlich die Ungeduldigen auf die Paid-Variante. Ein Begleitservice funktioniert hingegen ähnlich wie ein Dienstleistungsbetrieb: Eine Begleitung wird ausgewählt, gebucht und bezahlt. Tipp: Wer hier im Vorfeld die Vertragskonditionen studiert, den ereilt bei der Rechnung auch kein böses Erwachen.

Die Erfolgschancen sind der größte Unterschied
Begreift man den Begleitservice als Dienstleistungsangebot, wird auch klar: Ein Begleitservice ist buchbar, ein Online-Flirt muss sich entwickeln. Und ebenso gestalten sich auch die Erfolgschancen. Dass es so sein muss, wird klar, wenn man sich überlegt, welcher Ansatz dahinter steckt:

  • Wer sich heute um eine Begleitung für einen Abend bemüht, könnte im Online-Flirt-Portal erfolglos enden, beim Begleitservice hingegen wird eben die Begleitung auserwählt, die auch zum Anlass passen kann.
  • Auf der anderen Seiten müssen die Erfolgschancen im Dating-Portal auch niedriger sein. Denn Liebe lässt sich nun mal weder käuflich erwerben, noch erzwingen.


Was die Zukunft für das Paar bereithält, entscheidet letztlich auch, welche Intention das Online-Portal verfolgt.

Die Auswahl des Portals ist entscheidend
Wer sich nicht für ein regionales Portal entscheidet, der sollte auf die inhaltliche Ausrichtung des Portals achten. Erotikabenteuer lassen sich genauso finden wie Partneragenturen. Wer dies nicht bei der Auswahl berücksichtigt, kann schnell von dem enttäuscht werden, was online passiert.

Beim Begleitservice zeigt sich wieder das Dienstleistungsprogramm: Hier bekommt der buchende, zahlende Kunden ebendie Begleitung, die er sich auserwählt. Häufig können die gefundenen Ergebnisse hier sogar nach dem Ausgehanlass sortiert werden. So können diejenigen, die diesen Service nutzen, auch auf eine Begleitung hoffen, die eine Vorliebe fürs Theater oder Kabarett hat. Gute Gespräche sind so garantiert, aber Achtung: Es handelt sich nicht um ein Date, sondern um ein Dienstleistungsverhältnis!

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